Freitag, 8. August 2014

Seelachs mit würziger Cashew-Minz-Kruste


Ich liebe Fisch und Meeresfrüchte und finde beides beim besten Willen nicht langweilig, sondern sehe gerade bei naturbelassenen Fischfilets viel Potential für tolle neue Rezepte.

Heute habe ich die einfachen Seelachsfilets, die im Gefrierfach auf ihren Einsatz warteten, mit einer fein-pikanten Kruste aus hauptsächlich Cashews, Minze, Limettensaft und Grana Padano überzogen, die den feinen Geschmack des Fisches nicht überlagerten, sondern in einem aromatischen Partnerspiel vielmehr unterstrichen.

Toll für alle, die Fisch mögen und einfache, schnelle Ideen brauchen, um dem Ganzen einen besonderen Kick zu geben.



Zutaten:

2 Filets von einer weißfleischigen Fischsorte
Salz
10 Cashew-Kerne
6 große Blätter Minze
1 EL gehackte Petersilie
Saft von 1/2 Limette
1 leicht gehäufter EL Grana Padano (sehr fein gerieben)
schwarzer oder bunter Pfeffer

Zubereitung:

Die Fischfilets auftauen lassen. Anschließend trocken tupfen und von beiden Seiten großzügig salzen; auf ein mit Backpapier ausgelegte Blech setzen. Den Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Cashews, Kräuter, Limettensaft, Käse und etwas Pfeffer  mit dem Pürierstab zu einer schönen Paste verarbeiten (sie darf ruhig noch gröbere Cashew-Stücke enthalten). Die Paste auf den Fischfilets verteilen und leicht andrücken.

Den Fisch auf die mittlere Schiene im Backofen schieben und 20-25 Minuten überbacken, bis die Kruste schön anfängt zu bräunen.



Zu dem Fisch schmecken Reis und ein knackiger Salat sehr gut.
Viel Spaß beim Nachkochen und Probieren!


Sonntag, 13. Juli 2014

Gyrossuppe mit schwarzen Bohnen


Hallo ihr Lieben!
Inspiriert von der griechischen Küche gibt es heute ein Pendant zur klassischen Gulaschsuppe, das herzhaft-würzig ganz sicher für leere Teller sorgt: Die Gyrossuppe mit schwarzen Bohnen, viel frischem Majoran und Gemüse kann sich echt sehen (und schmecken) lassen! Ich wünsche euch noch einen schönen Restsonntag, viel Spaß beim WM-Finale und natürlich gutes Gelingen, wenn ihr mein neues Rezept ausprobiert.

Gyrossuppe mit schwarzen Bohnen


Zutaten (für 3-4 Personen):

150g getrocknete schwarze Bohnen
500ml Wasser
2 goße Zwiebeln
4 Schalotten
2 Knoblachzehen
80g Geflügelsalami in dünnen Scheiben
3 EL Sonnenblumenöl
2 EL Butter
400g Gyrosfleisch
1,5 l Gemüsebrühe
Pfeffer
Rosmarinsalz
Chiliflocken (ersatzweise Chilipulver)
Gyrosgewürz
2 Hände voll frischer Majoranblättchen (entspricht 1/2 Topf)
je 1 rote und grüne Paprika
250g braune Champignons
2-3 EL Tomatenmark
1 EL Zucker
3-4 EL Weizenmehl


Zubereitung:

Die schwarzen Bohnen im Wasser für 5 Stunden einweichen. Dabei mehrmals umrühren.

Zwiebeln und Schalotten abziehen und in feine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und hacken. Die Geflügelsalami in Streifen schneiden.

Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen. Das Fleisch darin rundherum kräftig anbraten. Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch und Salami hinzufügen und eine Weile unter ständigem Wenden schmorren. Anschließend alles mit der heißen Gemüsebrühe ablöschen. Die Bohnen samt Einweichwasser hinzufügen. 3/4 der Majoranblättchen zur Suppe geben und alles mit Salz, Pfeffer, Chili und Gyrosgewürz kräftig abschmecken.

Den Eintopf bei schwacher Hitze für ca. 1 Stunde leicht köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

In der Zwischenzeit das Gemüse putzen. Paprika würfeln, Champignons in dünne Scheiben schneiden. Mit den restlichen Majoranblättchen zum Eintopf geben und weitere 30 Minuten schmorren lassen.

Anschließend Zucker und Tomatenmark hinzufügen und die Suppe mit den restlichen Gewürzen nochmals gut abschmecken.

Das Mehl mit Wasser glattrühren und in die kochende Suppe mischen, damit sie sich bindet und leicht cremig wird. 

Am besten schmeckt die Suppe, wenn sie eine Nacht durchziehen konnte! Serviert wird sie mit frischem Brot und nach Belieben etwas saurer Sahne als Topping.

Bon Appétit!



Mittwoch, 9. Juli 2014

Nutella-und Nutella-Erdnussbutter-Cookies: Was will man eigentlich mehr?


Schokolade hoch drei - so würde ich die erste meiner beiden neuen Cookie-Kreationen beschreiben, wenn man mich nach den Zutaten fragen würde. Süß, trotzdem leicht herb, mit knusprigem Rand und softem Innenleben: Genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe, sind sie am Ende auch geworden.
Die zweite Sorte kommt mit crunchy Erdnussbutter und gehackten Macadamias doch sehr anders, aber umso eleganter daher: die Süße des Nutellas und das salzige Aroma der verwendeten Erdnussbutter harmonieren wirklich verdammt gut miteinander. Umso besser natürlich, dass ich fleißig Fotos gemacht habe und euch beide Rezepte nun stolz hier präsentieren kann!

Jedes Rezept ist für etwa 50 Cookies gedacht. Eins aber noch vorweg: Wenn ich von Nutella rede, meine ich eher Schokocreme im Allgemeinen - ich persönlich verwende hier grundsätzlich das "Nuspli" von Zentis, weil es mir persönlich einfach am besten schmeckt. 

Nutella - Triple Chocolate - Cookies


Zutaten:

200g Zartbitterschokolade ~ 100g Edelbitterschokolade ~ 240g Butter ~ 60g Vanillezucker ~ 170g brauner Rohrzucker ~ 2 Eier ~ 120g Schokocreme ~300g helles Dinkelmehl ~ 1 TL Backpulver ~ 1 Päckchen Puddingpulver Schoko

Zubereitung:

Die Schokolade in kleine Stücke hacken.

Weiche Butter mit beiden Zuckersorten schaumig schlagen. Nacheinander die Eier und die Schokocreme hinzufügen und alles zu einer feincremigen Masse verarbeiten.

Mehl, Back- und Puddingpulver vermischen und esslöffelweise unter die Buttermasse rühren, bis ein schöner Teig entsteht. 

Zuletzt die gehackte Schokolade (nicht erschrecken - das wirkt übertrieben krass von der Menge her!) untermischen.

Backbleche mit Papier auslegen. Mit zwei Teelöffeln aprikosengroße Teigkugeln portionieren (siehe Foto) und je Blech 9 Stück mit ausreichendem Abstand zueinander positionieren - die Cookies laufen ganz schön auseinander!

Die Cookies im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze 10 Minuten backen. Cookies auf den Blechen abkühlen lassen, dannach in einer Blechdose aufbewahren. 

Wie lange sie haltbar sind, weiß ich leider nicht - sie waren zu schnell aufgegessen!

So groß sollen die Teigportionen pro Cookie sein!


Nutella - Peanutbutter - Macadamia - Cookies


Zutaten:

1 Tüte (125g) leicht gesalzene Macadamia-Nüsse ~ 120g Butter ~ 120g Erdnussbutter "crunchy" ~ 60g Vanillezucker ~ 170g brauner Rohrzucker ~ 2 Eier ~ 120g Schokocreme ~ 300g helles Weizenmehl ~ 1 TL Backpulver ~ 1 Päckchen Puddingpulver Schoko

Zubereitung:

Die Macadamias in kleine Stücke hacken.

Butter, Erdnussbutter und beide Zuckersorten cremig aufschlagen. Eier und Schokocreme nacheinander untermischen.

Mehl, Backpulver und Pudding vermengen und esslöffelweise unter den Teig ziehen. Anschließend die Macadamiastücke unterrühren.

Mit zwei Teelöffeln aprikosengroße Teigportionen abstechen und auf mit Papier ausgelegten Backblechen verteilen - bei diesem Rezept, da die Cookies nicht so auseinanderlaufen, dürfen es pro Blech bis zu 12 Stück sein!

Bei 180°C Ober-/Unterhitze werden die Knirpse dann 8 Minuten lang gebacken. Fertig!


Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und vernaschen! 

Samstag, 5. Juli 2014

Eigentlich zum Monatsende, aber schmeckt einfach zu gut: Kohlrabieintopf


Als Freund von oft abgeschriebenen Gemüsesorten brauche ich mich an dieser Stelle ja nichtmehr zu outen - meine Lobrede auf Blumenkohl & Co. war da sicher bereits sehr aufschlussreich. Trotzdem folgt heute wieder ein Rezept, dass auf "vergessenem" Gemüse basiert: Kohlrabi und Porree.

Dieser Eintopf ist einfach (und schnell) zu kochen, sehr kostengünstig und bietet geschmacklich ein breites Feld zwischen dem mild-cremigen Kohlrabi und den herzhaft-knackigen Cabanossi, die dem ganzen einen gewissen Kick verleihen. Lange Rede, kurzer Sinn: hier folgt mein Rezept für 

Cremiger Kohlrabieintopf mit Cabanossi und Spirelli

Zutaten:

2 kleine oder 1 großer Kohlrabi
1 kleine Stange Lauch
1/2 Knoblauchzehe
200g Nudeln (Spirelli oder andere kurze Nudeln mit viel "Oberfläche")
100g dünne Cabanossi
2 EL Butter
3 geh. EL Mehl
Salz, Pfeffer
Gemüsebrühe (instant)
4 EL TK-Kräuter (zB. Petersilie)

Zubereitung:

Kohlrabi schälen und würfeln, den Porree putzen und in Ringe oder Streifen schneiden. Den Knoblauch fein hacken und die Cabanossi in dünne Scheiben oder feine Würfel schneiden. Butter in einem großen Topf erhitzen und die Cabanossi mit dem Knoblauch anbraten. Kohlrabi und Porree zugeben und mit anschwitzen. Anschließend 2 Liter Wasser hinzufügen, Gemüsebrühe einrühren und alles aufkochen lassen. Anschließend die Nudeln hinzufügen und den Eintopf bei mittlerer Hitze etwa 10-12 Minuten garen (bis die Nudeln bissfest sind).
Mehl mit etwas kaltem Wasser glattrühren und in die kochenden Suppe rühren, damit sich diese cremig bindet. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und die Petersilie unterrühren - fertig!

Samstag, 21. Juni 2014

Muffin-Bienchen: Kindgerechter Höhenflug für das Kuchenbuffet


Neues aus der Rubrik "Backen für die Kleinen": 

Kinder am Kuchenbuffet zu versorgen ist im Prinzip keine große Sache. Zwei kleine Dinge sollte man allerdings beachten:
 

1. Kinder wollen keine hochgehypten Zutaten, keinen neumodernen Schnickschnack an hach-so-tollen Zugaben. In erster Linie gilt: Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht. Mit Rührteig, Schokolade und Süßigkeiten hingegen kann man nichts falsch machen.
2. Das Auge isst mit! Fantasivolle Dekorationen fallen für Kinder mehr ins Gewicht als die Behauptung von Älteren, dass dieser Kuchen oder jene Torte toll schmecke. Und mit ein klein wenig Kreativität lässt sich auch der simpelste Rührteigmuffin in ein kleines Kunstwerk verwandeln.

Ich selbst bleibe, wenn es um die Versorgung der Kleinsten geht, meinen Muffins treu: Ein relativ simpler Rührteig, gepaart mit einer Reihe an gut aufeinander abgestimmten Süßigkeiten - und schon sind die kindgerechten Eyecatcher fertig. Okay, ein wenig Zeit muss man wohl oder übel einplanen - aber solange das Resultat überzeugt, nehme ich etwas Mehrarbeit gern in Kauf.

 
Bisher habe ich zum Thema "Muffin-Art" nur Bilder gepostet. Da ich aber häufig viel positive Rückmeldung und Erstaunen gegenüber meinen kleinen Lieblingen erfahren habe, gibt es heute sowohl ein paar Tipps für Muffin-Deko im Allgemeinen und eine kurze Anleitung für meine neuesten Zoo-Bewohner, die kleinen Bienchen.

Dekorationen für Muffins sind meist nur halb so schwierig zu fabrizieren, wie man vielleicht annehmen könnte. Wichtig als Grundlage ist aber vor allem eins: Ein Teig, der relativ "robust" (genau genommen: stabil und fest, nicht zu locker) ist, nicht klebt und vor allem beim Backen gleichmäßig aufgeht. Dafür eignen sich zumeist einfache Rührteige, die nach Möglichkeit keine grobe Stücke wie z.B. ganze Nüssen, aber zwingend notwendig keine Schokolade oder gar Früchte enthalten.
Warum? Ganz einfach: Dekorationen lassen sich meist nur auf Oberflächen gut anbringen, die weder "durchmatschen", noch aufgrund von Ungleichmäßigkeiten keinen guten Halt bieten. 

Für meine Bienchen brauche ich  - und ich rede jetzt nur von der Deko - Folgendes: 

gelbe Zuckermelasse
Zartbitterschokolade
etwas Butter
weiße Zuckerschrift
Lakritzschnecken
Esspapier. 

Ja, Esspapier. Alternativ könnte man auch weiße Backoblaten verwenden, aber die sind zu instabil, um wirklich gescheit mit ihnen Arbeiten zu können.

Die Zuckermelasse sollte Zimmertemperatur, aber bitte nicht mehr als 22-23°C haben. Dann lässt sie sich gut ausrollen und mit einem Trinkglas in runde Kreise ausstechen. Diese Kreise vorsichtig von der Unterlage lösen und dann auf die völlig ausgekühlten (! Bitte: 2-3 Stunden nach dem Backen ruhen lassen. Ernsthaft.) Muffins arrangieren. Die Ränder leicht andrücken, vorher aber die Hände einen Moment lang unter fließend kaltem Wasser waschen. Dann hinterlässt man keine Fingerabdrücke. 
Schokolade und Butter zusammen im Wasserbad schmelzen, anschließend gut abkühlen lassen und dann mit einem kleinen Löffel (ich schwöre dabei auf die Löffelchen aus den Milka-Löffeleiern) Linien über den Bienenkörper ziehen. 
Anschließend mit weißer Zuckerfarbe (vorher immer gut durchkneten und einen Test auf Küchenkrepp machen) die Augen aufzeichnen. Mithilfe eines Zahnstochers die Augen mit der restlichen Schokolade fertigstellen. Alles kühl stellen, aber niemals im Kühlschrank! Trocknen lassen, ich empfehle 1-2 Stunden. 
Unterdessen die Lakritsschnecken in gleichmäßige Schnüre auseinanderfriemeln und zurechtschneiden. Aus dem Esspapier Flügel zuschneiden - hier braucht man viel Geduld und eine ruhige Hand, aber es wird sich lohnen.
Mit einem weiteren Zahnstocher über den Augen Löcher vorstechen, um anschließend die Fühler der Bienen mit der Lakritze nachzuahmen. Kleine, mit einem spitzen Messer gestochene (schräge!) Schlitze, in die man die Flügel stecken kann, runden die Bienenmuffins ab. 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und ein schönes Wochenende!


Sonntag, 15. Juni 2014

Schlicht und einfach: Überbackene Kartoffelklöße in Pfifferling-Champignon-Rahm


Es muss nicht immer das Übermaß an Aufwand sein, das bei Gerichten zum Erfolg führt. Manche Rezepte, so wie das folgende, bestechen mit absoluter Schlichtheit bei unverwechselbarem Geschmack. Einfache Zutaten ohne großes Tamtam, dabei kommt jeder Aspekt eigens geschmacklich zum Ausdruck und trägt seinen Teil zum vollendeten Ganzen bei.

Überbackene Kartoffelklöße in Pfifferling-Champignon-Rahm


Zutaten:

3 rote Zwiebeln
1/2 Glas getrocknete Tomaten in Öl
4 EL Walnussöl
750g Kloßteig (aus dem Kühlregal)
3-4 Stängel Rosmarin
750g TK-Champignons in Scheiben
300g TK-Pfifferlinge
200ml Milch
300g Crème legère
1 MaggiFix-Tüte für Waldpilz-Suppe
2 TL getr. Thymian
2 gestr. TL Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
200g ger. Käse (Emmentaler oder Edamer)
gehackte Petersilie nach Belieben

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Die Zwiebeln abziehen und würfeln. Die Tomaten abtropfen lassen und fein hacken oder in Streifen schneiden. Beides in einer großen Auflaufform mit dem Walnussöl vermengen.

Aus der Kloßmasse ca. 16 kleine Klöße formen auf auf die Zwiebelmasse setzen. 

Rosmarin abspülen und trockentupfen. Blättchen von den Stängeln zupfen und zwischen den Klößen verteilen.

Die Pilze vermischen und zwischen sowie auf den Klößen verteilen. (Achtung: Es wirkt etwas viel, das Verhältnis ist aber schon richtig so!)

Milch und Crème legère vermengen. MaggiFix, Thymian und Salz dazugeben und mit viel frisch gemahlenem Pfeffer unter die Milchmasse rühren. Die Masse anschließend über den Pilzen verteilen und die Form in den vorgeheizten Ofen schieben.

Den Auflauf 30 Minuten garen. Dann herausnehmen und mit Käse bedecken. Anschließend in weiteren 30 Minuten fertig garen.

Nach Belieben mit Petersilie bestreuen und servieren.

Guten Appetit!

Samstag, 14. Juni 2014

Blumenkohl mit süß-scharfer Gewürzkruste - Von wegen langweiliges Gemüse!


Wenn es um Gemüse und Obst geht, bin ich in gewisser Hinsicht ein ziemlicher Fanatiker. Bestimmte Sachen brauche ich dauernd, beinahe jeden Tag - ich denke, das geht jedem so. Andererseits kaufe ich auch sehr gern spontan nach Saison und Angeboten ein. So spart man nicht nur Geld, sondern bringt durchaus vitaminreiche Abwechslung auf den Tisch. 

Spannend finde ich persönlich die ganzen althergebrachten Klassiker, die wohl fast nurnoch Großmütter wirklich zubereiten können. Aber gerade hier findet man echt viel unterschätztes Grünfutter, was sich erstaunlich vielseitig verwenden lässt - wie zum Beispiel dieser Kopf Blumenkohl, der mich letzte Woche beim Einkaufen angelächelt hat. (Zugegeben, für den Preis hätte ich auch ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn ich ihn einfach liegen gelassen hätte.)

Nach einer Weile unentschlossenem Schwanken zwischen klassischer Zubereitung à la Kohl mit brauner Butter (Wer kennt es nicht?) und ziellosem Experimentieren ist dann folgendes Rezept entstanden, was einem Freund der indischen Gewürzküche definitiv gefallen würde:

Blumenkohl mit süß-scharfer Gewürzkruste


Zutaten:

1 großer Kopf Blumenkohl
Salz
2 - 2 1/2 EL Zitronensaft
2 EL (Wald-) Honig
2 gehäuftte EL gemahlene Mandeln
2 gestr. TL Salz
je 1 gestr. TL Cumin, Kurkuma, edelsüße Paprika, Garam Masala
1 leicht gehäufter TL Schwarzkümmel
1/2 TL gemahlener Ingwer

Zubereitung:

Den Blumenkohl von den Blättern befreien und den Strunk keilförmig herausschneiden.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Den Kohl vorsichtig hineingeben und 10 Minuten sprudelnd köcheln lassen. Dann herausnehmen und gut abtropfen lassen.

Den Ofen auf 225°C (Ober-/Unterhitze; bei Umluft ca. 200°C) vorheizen.

Aus den restlichen Zutaten eine Paste herstellen.

Den Kohl in eine mit Backpapier ausgelegte Form setzen und rundherum mit der Paste einstreichen, bis die ganze Gewürzmasse darauf verteilt ist.

Im Ofen 10-15 Minuten garen, bis die Kruste "trocken" ist. 

Mein Tipp: Ein bisschen Joghurt oder Saure Sahne dazu reichen, das bringt noch ein bisschen Frische dazu - allerdings löscht der milde Kohl die Geschmacksexplosion schon recht gut ab.

Viel Spaß beim Nachkochen und ein schönes Wochenende!