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Freitag, 5. September 2014

Den Sommer ein bisschen festhalten: Ratatouille




Ratatouille

...ist sicher das erste Rezept, an welches ich bei dem, was die Gärten gerade jetzt im Spätsommer hergeben, denken muss. Sicher sind Zucchini, Paprika und vor allem reife Tomaten wahnsinnig wandlungsfähig und vielseitig einsetzbar. Und doch gibt es kaum ein Rezept, was die feinen Aromen dieser Gemüsesorten so perfekt und harmonisch in Szene setzen kann wie dieses klassische französische Gericht. Darum gibt es hiermit eine letzte Hommage an die Leichtigkeit des Sommers, bevor ich mich wieder der Herbstküche zuwenden werde:

Zutaten (ergibt 2-3 Portionen): 

1 große Zwiebel
1 Aubergine
1 mittelgroße Zucchini
1 gelbe Paprika 
1 rote Paprika
4 Fleischtomaten
4 EL Olivenöl
3-4 EL Tomatenmark
150ml Gemüsebrühe oder Rotwein
Salz, Pfeffer
Kräuter der Provence 
200g Vollkorn-Penne
gehackte Petersilie 

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und in feine Würfel hacken.

Aubergine und Zucchini waschen, Stielansätze entfernen. Beides längs vierteln und in ca. ½ cm breite Stücke schneiden.

Paprika waschen, entkernen und in grobe Würfel schneiden.

Tomaten waschen und in Spalten oder Stücke schneiden; dabei den grünen Stielansatz großzügig entfernen.

Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zuerst die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten, anschließend alle anderen vorbereiteten Gemüsesorten dazugeben und 10 Minuten anbraten.

Währenddessen in einem großen Topf Salzwasser für die Nudeln zum Kochen bringen und diese nach Packungsanweisung garen.

Tomatenmark und Gemüsebrühe oder Rotwein dem Gemüse hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern der Provence würzig abschmecken und ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt. Dabei gelegentlich umrühren.

Die Penne abtropfen lassen und auf Teller verteilen. Ratatouille darauf geben und mit Petersilie garnieren.

Freitag, 13. Juni 2014

Saftige Zitronen-Kokos-Cupcakes



Muffins. Ja, eigentlich find ich sie ganz süß und praktisch. Also, wenn man sie mal braucht - als Fingerfood, kleine Stückchen zum Tee oder als Highlights auf dem Buffet machen sie sich immer ganz toll.
Aber mal ehrlich: Die meisten Muffinrezepte sind vor allem eins: zu süß und ziemlich mächtig. Trockener Teig, der einem im Hals kleben bleibt - wer kennt das nicht? Da kann ich nur verstehen, warum meine Schwester Muffins eigentlich nie wirklich ausstehen konnte.

Und dann kam mir die Idee, das ganze einfach mal zu ändern. Einen Muffinteig zu kreieren, der locker und gleichzeitig saftig ist, mit einer aromatischen Süße überzeugt, aber zugleich fruchtig-frisch daherkommt. Glaubt mir, so einfach war das Rezept-Rumgebastle garnicht. Herausgekommen sind am Ende aber diese Lieblinge, die meiner lieben kleinen Schwester gewidmet sind, weil ich beim Backen immer an sie denken musste:


Mellow Lemon-Coco-Cupcakes 



Zutaten für etwa 30 Cupcakes:


100g Kokosraspel
150g helles Dinkelmehl
2 gestr. TL Backpulver

100g weiche Butter
1 Prise Salz
50g Vanillezucker
60g feiner Rohrzucker

2 Eier
8 getrocknete Datteln
2 große Zitronen
125ml Bananensaft oder heller Fruchtsmoothie
1 TL Pulver für Tortenguss

Zubereitung:


Die Kokosraspel in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett hellbraun rösten. Dabei häufig wenden und nicht zu dunkel werden lassen. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Mehl und Backpulver mischen, mit 75g Kokosraspeln vermengen.

Butter, Vanillezucker und Rohrzucker schaumig schlagen. Die Eier unterrühren. Die Datteln fein hacken und unter die Masse ziehen. Den Saft von 1 Zitrone und den Bananensaft dazugießen, die Mehlmischung zufügen und alles zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten.

Jeweils 1 gehäuften TL Teig in bereitgestellte Cupcake-Muffinförmchen oder ein Blech für Minimuffins (gefettet) füllen. Die Muffins 10-12 Minuten im Ofen backen, dann herausnehmen und abkühlen lassen.

Aus dem Saft von 1 Zitrone und dem Pulver einen Tortenguss zubereiten und die Muffins damit und mit den restlichen Kokosraspeln verzieren.


Samstag, 19. Oktober 2013

Das "Rum-Fort"-Prinzip - oder: Warum man Reste (fast) nie wegschmeißen muss!




Auf der Suche nach neuen, (von mir) unentdeckten Gebieten bin ich, wie ihr wisst, vor einer Weile beim Bento gelandet. Fasziniert hat mich dabei vor allem eins: Die unerschöpflichen Möglichkeiten, Reste so zu verwerten, dass wieder etwas wunderbares daraus werden kann und nichts auf Grund von "ist halt übrig" verkommen muss.

Auf dem Blog Einfach Bento (Link) habe ich dann das "Rum-Fort-Prinzip" kennengelernt. "Rum-Fort", das meint, wie der Name schon andeutet: Alles verwenden, was rum liegt und fort muss. 

Hierzulande landet oft zu viel in der Tonne - und das oft nur, weil man unüberlegt einkauft, kocht oder nicht sorgfältig genug mit den Sachen umgeht. Laut Statistiken werden in Deutschland jährlich 80kg noch brauchbare Nahrungsmittel pro Einwohner weggeworfen - und da frage ich mich doch ernsthaft: Muss das sein?

Sicherlich kann einem mal eine Birne, die im Obstkorb versteckt gelegen hat, schlecht oder so ein Möhrchen, irgendwo im Kühlschrank hinter die Lagerwaren gerutscht, etwas lasch werden. Das passiert, aber darauf will ich auch garnicht hinaus.
Es geht mehr darum, sorgfältiger so planen, wie und wann man bestimmte Dinge verbrauchen muss. Ich denke, dass es bestimmt immer Optionen gibt, auch kleine Reste wieder gewinnbringend einzusetzen - und dass man damit sogar oft nochmal mehr aus den Sachen "rausholt", als man es vermutet hätte.

Natürlich bin ich noch lange kein Meister in solchen Angelegenheiten: Auch mir welkt mal die letzte Hand voll Feldsalat, der irgendwie übrig war, oder eine Zwiebel matscht vor sich hin, weil ich sie schier vergessen habe. Aber ich habe mir vorgenommen, in Zukunft mehr darauf zu achten, dass so wenig wie möglich weggeschmissen werden muss.

Und jetzt stelle ich euch noch etwas vor, was ich heute gemacht habe, damit mir der Rest Rucola nicht wegwelkt: 

Rucola-Kürbiskern-Pesto

Ideal für alle, die eine Packung Rucola oder ähnliches nie in einem Zug alle kriegen: Einfach auf ca. 4 Hände Rucola (der muss hierfür nichtmehr unbedingt frisch und knackig sein) 50ml Sonnenblumenöl, eine Hand voll Kürbiskerne, 2 Knoblauchzehen und 1 TL Salz geben und alles mit einem Pürierstab fein zermusen.

Das Pesto ist sehr geschmacksintensiv und eignet sich weniger für Nudeln, aber als feine Beilage zu gebratenem Gemüse (wer mag: Kürbis eignet sich wunderbar. Für die Resteverwertung dazu wird es demnächst einen Eintrag mit Fotos geben!) oder mit etwas Joghurt vermengt als Dressing für Salate, aber auch zB. auf Brot zusammen mit Feta oder Mozzarella. Und schon ist der Rucola, der einfach so rumliegt, auch wieder fort.



Danke fürs Lesen und viel Spaß beim Ausprobieren!